Sehen Sie, was chaldäische Astronomen von den Zikkurats Mesopotamiens sahen
Stellen Sie sich vor, Sie stehen um 700 v. Chr. auf dem Etemenanki — der großen Zikkurat von Babylon. Keine Lichtverschmutzung. Der Himmel ist ein endloses Gewölbe aus Feuer.
Sie sehen Tausende von Sternen, die ihre Position nie ändern (Fixsterne). Aber fünf rebellieren. Sie bewegen sich. Die Babylonier nannten sie "bibbu" (wilde Schafe). Wir nennen sie Planeten (Wanderer).
"Wenn der Stern des Marduk [Jupiter] am Anfang des Jahres erscheint, werden die Ernten gedeihen." — MUL.APIN-Tafel, ca. 1000 v. Chr.
Alle fünf Wanderer folgen demselben Pfad. Die Sonne und der Mond ebenfalls. Dieser unsichtbare Weg ist die Ekliptik. Schalten Sie die Ebene "☀ Ekliptik" oben ein. Sie teilten diesen Pfad in zwölf Segmente von 30° — die Tierkreiszeichen.
Warum 360° im Kreis? 60 Minuten in einer Stunde? Wegen Babylon.
Die Babylonier verwendeten ein Basis-60 (Sexagesimal) System. Sie teilten den Kreis in 360 Grad. Dieses System verwenden wir noch heute. Schalten Sie "𒐕 Grid 30°" ein, um es zu sehen.
Die Mondumlaufbahn kreuzt die Ekliptik an zwei Punkten: den Mondknoten (☊, ☋). Die Chaldäer entdeckten den Saros-Zyklus und konnten Finsternisse vorhersagen. Schalten Sie "☊ Knoten" ein.
Verwenden Sie die Zeitraffer-Steuerung (▶▶). Beobachten Sie, wie Mars anhält und rückwärts läuft. Für die Babylonier war diese Missachtung der himmlischen Ordnung der sichtbare göttliche Wille.
🎬 Dokumentation demnächst